Osternachtsfeier mit mehr als 200 Gläubigen

Mehr als 200 Katholiken feierten am späten Samstagabend in der St. Nikolaus Pfarrkirche die Osternachtsfeier im Gedenken an die Auferstehung Jesu.

Pfarrer Martin entzündete auf dem Kirchplatz das Osterfeuer. Es ist ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Osterlicht ist Ausgangspunkt unseres Lebens. Es steht symbolhaft für das Licht der Auferstehung Christi. Nach altem Brauch wird die Osterkerze zu Beginn der Osternachtfeier am Osterfeuer geweiht. Auf ihr werden mit fünf Wachsnägeln die fünf Kreuzmahle Jesu angedeutet. Die griechischen Buchstaben Alpha und Omega stehen für Anfang Ende. Jesus Christus ist Anfang und Ende allens.

An diesem Feuer wurden auch die Osterkerzen für die St. Nikolaus und St. Matthias Kirche entzündet, die in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wurden. Dort wurde es anschließend an alle Gottesdienstbesucher weitergereicht. Das Licht der Osterkerze gilt mit ihrem Licht als Zeichen des Lebens. Sie hat ihre christlichen Wurzeln im 4. Jahrhundert und symbolisiert den über Tod und Leben auferstandenen Jesus Christus. Damit soll bekundet werden, dass Jesu der Ursprung des Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt.

Höhenpunkt der Auferstehungsfeier war die Taufe von Stefan Schiller. Eine Erwachsenentaufe, die erstmals in St. Nikolaus stattfand. Im Anschluss der von seiner Familie begleiteten Taufe, empfing Schiller das Sakrament der Firmung, dass ihn zugleich als vollwertiges Mitglied der katholischen Kirche nunmehr ausweist. Gleichzeitig aber empfing das Neumitglied der St. Nikolaus Pfarrgemeinde in dieser Nacht auch seine erste heilige Kommunion.

Text: Wolfgang Obst