Meine Heimat ist Ruanda

Am Montag des 26. Februar 2018 hatte der "Offene Frauenkreis" von St. Nikolaus Burgdorf zu einer Kaffeetafel mit anschließendem Bericht von Pastor Fidele über Ruanda im Pfarrsaal eingeladen.

Meine Heimat ist Ruanda

"Heimat ist da, wo man sich am wohlsten fühlt, meine Heimat aber bleibt Ruanda", mit diesen Worten begann Pastor Fidele seinen Vortrag über Ruanda.
Am Nachmittag des 26. Februar 2018 hatte der "Offene Frauenkreis" von St. Nikolaus Burgdorf zu einer Kaffeetafel mit anschließendem Bericht von Pastor Fidele über Ruanda im Pfarrsaal eingeladen.
Pastor Fidele aus Ruanda/Afrika, dessen vollständiger Name Abbe' Fide'le de Charles Ntiyamira lautet, vertrat Pfarrer Martin Karras während seiner Erkrankung in der St. Nikolausgemeinde in Burgdorf. Zurzeit setzt er sein Aufbaustudium in Pastoralpsychologie und Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main fort.
Seine afrikanische Menschenfreunlichkeit, Herzlichkeit und Geduld spürten die vielen Besucher während seines Vortrags.
Ruanda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt an Burundi im Süden, an die Demokratische Republik Kongo im Westen, Uganda im Norden und Tansania im Osten. Die Landschaft wird von Bergen im Westen und Savanne im Osten dominiert, aber auch zahlreiche Seen bestimmen das Gebiet (Congo-Rwanda-Berundi und Tanzaniya). Aufgrund seiner hügeligen Landschaft nennt man Ruanda auch "Land der tausend Hügel". Das Klima ist subtropisch geprägt.
In Ruanda gibt es drei Volksgruppen, die Hutu, die Tutsi und die Twa, so wurde es bis zum Völkermord im Jahr 1994 in den Schulen gelehrt. Zurzeit fühlen sich deshalb die Angehörigen dieser drei Gruppen auch als Ruander. Das Christentum ist die vorherrschende Religion im Land.
Von 1884 bis 1916 war Ruanda deutsche Kolonie, danach belgische Kolonie, 1962 erhielt es seine Unabhängigkeit. Ruanda hat von April bis Juli 1994 einen schrecklichen Völkermord erlebt.
Im Jahr 2008 wurde Pastor Fidele in Ruanda zum Priester geweiht, arbeitete danach als Jugendkaplan in einer Pfarrei und bekam für 3 Jahre eine Stelle als Schulleiter an einer katholischen Schule. Während dieser Zeit erkannte er, dass die Jugendlichen große Probleme im Bereich der Versöhnung hatten.
Pastor Fideles Motivation war ab diesen Zeitpunkt, mit Prozessen Versöhnungsarbeit in der ruandischen Jugend zu betreiben. Nur so hofft er, dass durch das Stärken der jungen Generation, dem Land neues Vertrauen für eine stabile Zukunft gegeben werden kann.
Sein Wunsch ist deshalb, einen eigenen Beitrag zur nachhaltigen Versöhnung der ruandischen Jugend leisten zu können.
Durch die Unterstützung einer Kindergruppe in Ruanda, wünscht sich Pastor Fidele schon jetzt, dass es diesen Kindern in der Zukunft etwas besser geht.
Mit einer spontanen Sammlung unter den Gästen im Pfarrsaal konnte Karin Lüke vom "Offenen Frauenkreis" für dieses Vorhaben Pastor Fidele 150,- EUR als Spende überreichen.

Text und Bild von Alfred Donner
Weitere Bilder zu dem Artikel und der Artikel selbst können bei myheimat nachgelesen werden.