Katholiken lassen Palmzweige segnen

Mit dem letzten Sonntag vor Ostern, dem sogenannten Palmsonntag, beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird dem Einzug Jesu in Jerusalem, der gleichzeitig der Beginn seines Leidensweges ist, gedacht.
In den Evangelien wird berichtet, wie Jesus mit seinen Jüngern vor dem jüdischen Paschafest nach Jerusalem kam. Bevor sie die Stadt betraten, schickte Jesus zwei der Jünger in ein Dorf, um ihm eine Eselin zu bringen. Damit erfüllte sich die Voraussage des Propheten Sacharja aus dem Alten Testament, dass der kommende Friedensfürst auf einem Esel reiten wird. Jesus setzte sich auf den Esel und ritt in Jerusalem ein. Als ihn die Menschen kommen sahen, breiteten sie ihre Kleider vor ihm aus und streuten Palmzweige auf den Weg. Sie jubelten ihm zu und riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!
Ein Brauch in der katholischen Kirche ist daher die Palmweihe, die an Einzug Jesu erinnern soll. Da echte Palmzweige in Mitteleuropa nur schwer zu bekommen sind, werden für die Palmweihe meist andere grüne Zweige wie Buchsbaum, Wacholder, Weide oder auch Palmkätzchen verwendet. So segnete am gestrigen Sonntag Pfarrer Martin Karras dann auch die von den Gläubigen mitgebrachten Palmzweige auf dem Kirchplatz.

Text: Wolfgang Obst