Gedenken an 75 Jahre Bombenangriff auf Burgdorf

 Am 11. April 1945 ist auch für Burgdorf der Zweite Weltkrieg zu Ende. Amerikanische Truppen besetzen die Stadt.

Nur wenige Tage zuvor, am 7. April greifen amerikanische Kampfflieger die Stadt erneut an. Es ist gegen 11 Uhr als die Flugzeuge über der Stadt gesichtet werden. In diesen Tagen ein ganz gewöhnlicher Anblick. Sie kreisen über der Stadt, greifen aber zunächst nicht an. Die Maschinen sind gerade im Abflug, als die Flakstellung in der Nähe des Schießstandes Eseringer Straße/Drei Eichen, den Lockheed P-38 Kampffliegern hinterher schießt. Die amerikanischen Jagdbomber drehen um und schießen aus ihren Bordwaffen und werfen zielgenau ihre Bomben ab. Die Flakstellung wird ausgeschaltet und der Schießstand völlig zerstört. Neben der Flakbesatzung finden vier weitere Menschen den Tod.

Am 7. April jährt sich der Bombenabwurf auf den Schießstand an der Eseringer Straße zum 75. Mal. Die angekündigte ökumenische Andacht kann aufgrund der Kontaktsperre nicht stattfinden. Um 11 Uhr werden am Dienstag, 7. April. die Glocken von St. Pankratius und St. Nikolaus läuten und mit dem Geläut einladen zum Gebet um Frieden.

Pfarrer Martin Karras wird an diesem Tag um 11 Uhr auf dem Friedhof Uetzer Straße, auf dem ein Großteil der Toten der Bombenabwürfe vom 24. Februar 1945 und vom 7. April liegen, stellvertretend für alle, die kommen wollten, eine Kerze anzünden und ein Gebet sprechen.