Familien-Wort-Gottes-Feier zu Mariä Lichtmess

Bereits im 4. Jahrhundert feierte die Kirche in Jerusalem das Fest der „Darstellung des Herrn", das vielerorts auch "Mariä Lichtmess" genannt wird – zunächst am 14. Februar, dem 40. Tag nach dem Fest "Erscheinung des Herrn", also dem 6. Januar, später dann 40 Tage nach Weihnachten, der Geburt Jesu. Es wurde bald als der erste Einzug Jesu in Jerusalem betrachtet. Aus diesem Grund - auch mit Blick auf den Lobgesang des Simeon – kam es im 7. Jahrhundert zu Lichterprozessionen. Die Gläubigen wollten Christus entgegengehen, ähnlich wie sie es aus den Evangelien kannten, wo die Menschen den erwachsenen Jesus am Palmsonntag begrüßten.

Christus entgegengehen wollen auch die Gläubigen von St. Nikolaus zum Fest vom Mariä Lichtmess am Samstag, 1. Februar um 18 Uhr. Eine Lichterprozession führt zunächst vom Pfarrgarten in das nur durch die Kerzen erleuchtete Gotteshaus zu einer anschließenden Familien-Wort-Gottes-Feier. Dabei werden Kinder der Pfarrgemeinde ihre eigenen Tauf- und Erstkommunionkerzen vor dem Altar entzünden. Eingeladen ist die ganze Gemeinde. Zwar schließt der Weihnachtsfestkreis bereits mit der "Taufe des Herrn" am Sonntag nach dem 6. Januar, aber für viele Gläubige endet die Weihnachtszeit erst mit dem Fest Mariä Lichtmess. Manche Pfarreien, Orden und Gläubige räumen daher ihre Krippen und Christbäume auch erst an diesem Tag weg.

Text: Wolfgang Obst