Christen sollen Flagge zeigen

Flagge zeigen, wie es der heilige Matthias tat, das ist die Aufgabe von uns Christen, so Pfarrer Martin Karras beim Patronatsgottesdienst in der Uetzer St. Matthias Kirche am vergangenen Sonntag, zu dem er Diakon Hartmut Berkowsky, der es sich nicht nehmen ließ, trotz seiner Krankheit dabei sein zu wollen und den Chor der Neuapostolischen Gemeinde Uetze, der den Festgottesdienst mit gestaltete und der jederzeit wieder herzlich willkommen sei, herzlich begrüßte.

Flagge zeigen gegenüber denen, die aufgrund ihres Aussehens, ihrer Religionszugehörigkeit oder anderen Denkweise diskriminiert, bedroht und sogar ermordet werden, wie in Hanau, Kassel oder Halle, ist heute wichtiger denn je. Wir Christen sollten uns unsere Welt nicht kaputt machen lassen, von Menschen, die Hass und Gewalt anderen gegenüber zum Ausdruck bringen. Stellen wir uns ihnen couragiert entgegen. Karras stellte aber auch die Frage, warum sind wir Menschen so? Gott hat den Menschen nach seinem Abbild geschaffen. Warum halten wir uns daher nicht daran und folgen seinen Worten, liebet einander, wie ich euch geliebt habe. Der Streit um den richtigen Weg und die Diskussionen darüber welchen wir gemeinsam gehen wollen ist wichtig. Der Respekt gegenüber dem Anderen dürfe aber niemals zu Gewalt anderen gegenüber führen. Der heilige Matthias sollte uns daher als stiller Mahner und Vorbild sein. Lasst uns mit ihm und Gott auf den rechten Weg gehen, so Martin Karras.

In seinem Grußwort zum Patronatsfest ging Hauke Buss, von der Neuapostolischen Kirchengemeinde, auf die Gemeinsamkeit von uns Christen ein. Dieses drücke sich heute im Feiern des gemeinsamen Gottesdienstes aus. Jesus war ein Eckstein, der Grenzen überwunden hat. Und diese Grenzen wollen auch wir gemeinsam gehen, in dem wir Brücken bauen und aufeinander zugehen. Nicht das Trennende sondern das Verbindende stehe im Vordergrund.

Text: Wolfgang Obst