Burgdorfer Kirchen gemeinsam auf Hochzeitsmesse

Burgdorfer Kirchen gemeinsam auf Hochzeitsmesse

Erstmals waren sie bei der Hochzeitsmesse im Stadthaus gemeinsam vertreten, die evangelischen Kirchen der Stadt und die katholische St. Nikolaus Pfarrgemeinde. Die Tendenz von jungen Paaren sich trauen zu lassen und damit die Ehe einzugehen ist in den letzten Jahren wieder gestiegen. So wollen viele Paare ihren zukünftigen gemeinsamen Weg auch unter den Segen Gottes stellen. Viele Paare nutzten das Angebot, um sich über das Thema einer kirchlichen Trauung zu informieren. Wie ist ein Traugottesdienst gestaltet, welche Lieder wollen bzw. sollen wir singen, zum für den schönsten Tag des Lebens, diese und weitere Fragen beantworteten die Vertreter der beiden christlichen Kirchen. Informiert wurde auch über die „gemeinsame Trauung“, wie die so ge­nannte „ökumenische“ Trauung offiziell heißt. Über den Ritus gibt es eine Vereinbarung zwischen der ka­tholischen und der evangelischen Kirche, der bei einer solchen Trauung einzuhalten ist, je nach­dem, ob die Trauung in einer katholischen oder in einer evangelischen Kirche stattfindet. Für ka­tholische Christen ist es erforderlich, dass sie sich einige Wochen vor der Hochzeit an ihren ka­tholi­schen Pfarrer wenden müssen, der mit ihnen ein Gespräch führt und das „Ehevorbereitungs­proto­koll“ aufnimmt. Bei einer Trauung in der evangelischen Kirche ist darüber hinaus eine beson­dere Erlaubnis („Dispens“) erforderlich. „Wir haben hier Paare erreicht, die sonst nicht zu den Got­tes­diensten gehen“, so Pastorin Friederike Grote von St. Pankratius und Pfarrer Martin Karras von St. Niko­laus. Kirchliche Unterstützung vor der Hochzeit wird aber auch sonst von den Kirchen geboten. So ste­hen evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Kirchengemeinden bereit, um Heiratswilligen mit Gesprächen Beratung und Unterstützung zu geben. Umfassende Ehevorbereitungskurse bietet die katholische Kirche an.

Autor: Wolfgang Obst