Abschied – Erinnern – Leben

Corona-Gedenkfeier im Burgdorfer Schlossgarten

Seit gut zweieinhalb Jahre hat das Coronavirus unsere Gesellschaft schon im Griff und noch ist nicht abzusehen, wann eine Entwarnung, wegen veränderter Mutationen, gegeben werden kann. Eine Zeit, in der es oft nicht möglich war, den gewohnten Abschied von einem lieben Menschen nehmen zu können. Nur sehr selten war es möglich schwer erkrankte und sterbende zu begleiten, um Trost und Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen.

 

Diesen Abschied nun noch gebührend nachzuholen, dazu hatte die katholische St. Nikolaus-Pfarrgemeinde, die evangelische St. Pankratius Kirchengemeinde sowie das Bestattungsinstitut Volkmann in das grüne Ambiente des Schlossgartens geladen. Gut 40 Besucher konnte Thorsten Volkmann vom gleichnamigen Bestattungsinstitut begrüßen, auf dessen Initiative diese Gedenkstunde stattfand. Nicht nur für sie, die einen Angehörigen, einen Freund oder Nachbarn verloren haben, waren es schwere Monate. Auch bei unseren Mitarbeitern ging all dieses nicht spurlos vorbei. Umso wichtiger sei es hier und heute sich zu erinnern, so Volkmann.

Pfarrer Franz Kurth, Superintendentin Sabine Preuschoff, Pastorin Friederike Grothe und Gemeindereferent Stefan Horn erinnerten daran, dass bei Angehörigen und Freunden eine schwere Zeit hinter ihnen liegt. Keine wärmende Umarmung, keine Abschied am offenen Sarg, kein Händedruck, kein gemeinsames Gebet. Bedingt durch die Pandemie war das Abschied nehmen von einem lieben Menschen, vom Nachbarn vom Freund auf nur wenige Personen beschränkt. Deshalb sei es heute wichtig all derer noch einmal zu gedenken, die uns ein Stück des Weges begleitet haben und nunmehr nicht mehr unter uns sind. In Gott finden wir aber Trost und Hoffnung zugleich. Trost, dass in unserem christlichen Verständnis wir wissen, all diejenigen, die von uns gegangen sind, nunmehr in seinen Händen ruhen und die Hoffnung auf die Auferstehung, so wie er auferstanden ist.

Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier vom Posaunenchor von St. Pankratius unter der Leitung von Kreiskantor Martin Burzeya.

Über die vielfältigen Möglichkeiten zu Angeboten der Trauerarbeit informierte zum Schluss der Veranstaltung der ambulante Hospizdienst des Diakonieverbandes Hannover-Land.

Text: Wolfgang Obst